Was tun als Hausbesitzer: Haus bauen oder Haus kaufen?

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Wenn Sie sich für ein Haus als Eigenheim entschieden haben, stellen sich einige Fragen. Hausbau? Hauskauf? Welche Nebenkosten kommen auf mich zu? Ein Neubau hat dabei den Vorteil, dass Sie die Aufteilung der Räume nach Ihren Wünschen bestimmen können. Sie gestalten Ihr eigenes Heim selbst und erhalten modernste Technik, Energieeffizienz und das Gefühl, Ihr Haus tatsächlich als Erster zu bewohnen. Eine Bestandsimmobilie bringt hingegen zwar gewisse Vorgaben mit sich, hat aber auch ihre Vorteile. So müssen Sie sich nicht mit der komplizierten Bauphase auseinandersetzen und können Ihr Eigenheim schneller bewohnen. Eine Bestandsimmobilie ist unter Umständen günstiger und kann in gewissem Umfang auch nach den eigenen Wünschen modernisiert werden. Das betrifft auch die Energieeffizienz, die Ihnen hilft, die regelmäßigen Kosten zu senken. Egal für was Sie sich entscheiden – ich sage Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Worauf sollten Sie bei einem Neubau achten?

Bevor Sie sich für einen Neubau entscheiden, sollten Sie vorher zentrale Fragen für sich beantworten. Wo möchte ich bauen? Und wie groß soll mein Haus werden? Unabhängig davon, dass wohl jeder „schön“ wohnen möchte, sind die Lage und die Größe des Grundstücks für Ihr Bauvorhaben von zentraler Bedeutung. Das Grundstück macht im Schnitt 40% der Baukosten aus und sollte daher auf jeden Fall mit Ihren Vorstellungen bezüglich der Gebäudegröße harmonieren. Kommunen, die um den Zuzug von Bürgern kämpfen, weisen das Bauland teilweise vergünstigt aus. Das kann für Sie günstiger sein, als die Suche nach einem Baugrundstück in in Ihrer absoluten Wunschlage.

Für Ihr individuelles Traumhaus benötigen Sie einen Architekten. Sie haben auch die Möglichkeit, mit einem Bauträger zusammen zu arbeiten. Hier werden Ihnen vorgeplante Lösungen angeboten, die Sie nach Ihren Wünschen zusammen stellen können. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch entscheiden, ob es ein Fertighaus oder ein Massivhaus werden soll. Kostengünstiger ist das Fertighaus, langlebiger das Massivhaus.

Nebenkosten bei einem Neubau

Damit Sie bei einem Neubau alles im Blick haben, sollten Sie auch die Nebenkosten in Ihre Planung mit einbeziehen:

– Grunderwerbssteuer
– Notar- und Grundbuchkosten
– Gebühren für die Baugenehmigung
– Bauherrenversicherung
– evtl. Maklerprovision für das Grundstück

Die Nebenkosten machen rund 15 bis 20% der Gesamtkosten aus.

Das sollten Sie bei einem Immobilienkauf beachten

Die Lage einer Immobilie bestimmt heute in hohem Maße den zu zahlenden Kaufpreis. Gerade Top-Lagen in Großstädten bewegen sich mittlerweile deutlich über dem deutschen Durchschnitt. In ländlichen Regionen oder Randgebieten kommen Sie günstiger weg. Die Ausstattung ist ein weiterer Faktor bei der Preisfindung für eine Bestandsimmobilie. Achten Sie auf die Art der Immobilie (Altbau oder Neubau), die Heizungsanlage sowie die dazugehörigen Außenanlagen.

Die genannten Punkte sind auch bei einer Hausbesichtigung wichtig und sollten in Ihre Überlegungen mit einfließen. Und wo wir bei der Hausbesichtigung sind: Schauen Sie sich den Zustand der Immobilie an, um den Sanierungsbedarf zu ermitteln und einen fairen Preis auszuhandeln. Achten Sie auf den Zustand von Dach und Fenstern, fragen Sie wann das Haus gebaut und wann die letzte Sanierung durchgeführt wurde. Im Zweifel ziehen Sie lieber einen Sachverständigen hinzu, der Sie hier in Ihrem Sinne beraten und aufklären kann.

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Auch bei einem Immobilienkauf ist es wichtig, die Nebenkosten im Blick zu haben:

– Grunderwerbssteuer
– Notarkosten für die Übertragung des Grundstücks
– Grundbuchkosten
– evtl. Maklerprovision
– evtl. Modernisierungskosten

Die Nebenkosten machen rund 10 bis 15% der Gesamtkosten aus.

In meinem nächsten Beitrag für Bauherren gehe ich auf die Risiken ein, die ein Neubau mit sich bringen kann und zeige Ihnen gleichzeitig Lösungswege auf.

Social Media-Auftritt in der Immobilienbranche zielgerichtet gestalten

Social Media mit der Persona-Methode
Social Media mit der Persona-Methode

Auch beim Social Media-Auftritt ist die wichtigste aller Fragen, wen und was Du erreichen willst.

Facebook, Instagram, die eigene Website – heutzutage ist fast jeder privat in Sozialen Netzwerken vertreten und pflegt auch dort seine Freundschaften und Kontakte. So ist man auch mit den Menschen vernetzt, die man nicht regelmäßig im „Real Life“ um sich hat. Ähnliches gilt für den beruflichen Bereich: Es geht ums netzwerken und um Reichweite. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtig, sich bemerkbar zu machen. Wir möchten euch in unserem aktuellen Blogbeitrag verschiedene Weg aufzeigen, eure mediale Aufmerksamkeit zu steigern.

Welches Ziel verfolge ich?

Diese Frage solltet ihr euch stellen, bevor ihr damit beginnt, euren Social Media-Auftritt zu gestalten. Was möchtet ihr damit erreichen und vor allen Dingen wen? Reichweite bedeutet Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen bedeutet Interessenten zu werben und aus geworbenen Interessenten sollen Kundenbeziehungen entstehen. Aus Kundenbeziehungen resultieren Empfehlungen, um neue Kunden zu gewinnen. Dieser Kreislauf sollte euch bewusst sein und euer Handeln und Leitbild für euren Social Media-Auftritt sein.

Das Persona-Konzept

Das Persona-Konzept stellt sich typische Kunden als reale Personen vor. Diese Personen haben einen Lebenslauf, individuelle Interessen und Ziele und Vorlieben oder Abneigungen. Darauf basierend soll es euch leichter fallen, eine wirksame Personenansprache zu erstellen, sowie Marketingkampagnen individuell zu gestalten. Es geht also darum, eine fiktive Person (deinen Kunden oder deine Zielgruppe) besser kennen zu lernen, um auf seine Bedürfnisse eingehen zu können.

Kenne die Eigenschaften deiner Interessenten und Kunden

  • Welche Ziele hat die Person?
  • Welche Sorgen und Nöte hat die Person?
  • Was macht die Person beruflich und über welches Einkommen verfügt sie?

Wie alt ist die Person und welchen Namen hat sie? Legt euer potentieller Kunde Wert auf Sicherheit oder ist er flexibel? Im Kern geht es darum, die Biographie eines Menschen zu kennen, um auf seine Wünsche eingehen zu können. Auf dieser Seite gibt es zum Personaprofil sehr hilfreiche Anregungen:

https://www.netspirits.de/blog/personas-erstellen/

Je besser ihr die Ziele, Wünsche und Vorstellungen einer Person kennt, desto besser könnt ihr eure Kundenansprache individualisieren. Und vor allem wisst Ihr, wo ihr Eure Zielpersonen treffen könnt.

Last but not least: Die Zielgruppendefinition

Möchtet ihr eine Immobilie „ein“kaufen oder verkaufen? Die Beantwortung dieser Frage steuert eure Ansprache. Wer eine Immobilie kaufen möchte, interessiert sich für folgende Fragen:

  • In welchem Zustand befindet sich die Immobilie?
  • Was kostet die Immobilie?
  • Wie ist die Lage der Immobilie?
  • Wie sieht der Weg vom Kauf bis hin zur individuellen Gestaltung der Immobilie aus?

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, stellt sich in der Regel folgende Fragen:

  • Welchen Verkaufspreis kann ich erzielen?
  • Welche Dokumente sind dafür erforderlich?
  • Welche Eigentumsverhältnisse gibt es?
  • Welche Informationen sollte ich für Besichtigungstermine bereitstellen?

Ihr solltet Euch also überlegen, wen ihr z.B. auf der Startseite Eurer Homepage ansprechen wollt. Unsere Erfahrung ist, dass 95% aller Immobilienmakler-Homepages des Immobilienkäufer ansprechen. Doch wen wollt ihr denn wirklich erreichen oder anders formuliert, bei wem ist es schwieriger? Ja, genau – den VERKÄUFER!

Zielpersonen in der Farm lokalisieren

Wenn Ihr nun wisst, welche Vorlieben Eure Immobilienverkäufer-Personas habe, ob sie also

  • B. ihren Garten lieben und daher häufiger im Gartencenter zu finden sind;
  • die Frau einmal wöchentlich bei einem Damen-Salon einmal die Woche zum fönen auftaucht oder
  • ob sich beide im Senioren-Sport fit halten.

Du hast in jedem Fall eine konkretere Vorstellung davon, an welchen Meeting-Points Du Deine Zielperson finden kannst. Und dann weißt du auch, wo Du Werbung machen kannst. Ähnlich ist es in Social Media. Und, Du weißt auch, zu welchen sogenannten Zielgruppenkontakthaltern Du eine gute Beziehung aufbauen musst. Denn die Betreiber Deiner Meeting-Points sind diejenigen, die Dich möglicherweise empfehlen können.

Neben den Antworten auf diese Fragen sollte euer Social Media-Auftritt, egal ob in einem Sozialen Netzwerk oder die eigene Homepage, klar strukturiert und verständlich sein. Wer sich im Internet schlau machen möchte, legt Wert darauf, dass die Informationen übersichtlich dargestellt und schnell zu finden sind. Ein gelungenes Beispiel könnte so aussehen:

https://www.website-award-hessen.de/sieger-website/

Ihr habt Fragen? Dann sprecht uns gerne an. Mit unseren Erfahrungswerten aus jahrelanger Praxis helfen wir euch gerne, eure Personaprofile zu schärfen. Sollen wir dazu vielleicht mal ein Seminar veröffentlichen?

Maklerprovision 2020

Das ändert sich bei der Maklerprovision 2020/21

 

Maklerprovision 2020
Maklerprovision 2020

In diesem Artikel gehen wir auf die Maklerprovision und die damit verbundenen Änderungen am 23. Dezember 2020 ein.

Hier erfahren Sie,

– wann ein Immobilienmakler eine Provision verlangen kann.

– wer diese bezahlt.

– wie hoch sie ist.

– ob man die Provision mit dem Makler verhandeln.

– oder ob man diese als Käufer bzw. Mieter sogar umgehen kann.

– wann die Provision fällig ist.

– wann das Provisionsverlangen eines Maklers unwirksam ist.

– und natürlich die einzelnen Aspekte zu den Neuerungen der Maklerprovision.

Wann ein Makler eine Provision verlangen kann,

hängt von folgenden Gegebenheiten ab:

  1. Ein wirksamer Maklervertrag wurde abgeschlossen.
  2. Der Makler hat Maklertätigkeiten erbracht.
  3. Es wurde ein Kauf- oder Mietvertrag abgeschlossen.
  4. Die Tätigkeiten des Maklers waren die Ursache für den Vertragsabschluss.
  5. Der Vertrag war im Nachhinein, aufgrund eines Mangels, nicht unwirksam.

Mehr über die einzelnen Maklertätigkeiten und ob eine 5-stellige Maklerprovision gerechtfertigt ist, finden Sie unter https://profertis.com/maklerprovision-im-schlaf.

Wer die Maklerprovision bezahlt,

wurde bis Juni 2015 nicht vom Gesetzgeber vorgegeben. Bei der Vermietung war es, solange die Immobilie nicht schwer zu vermieten war, so ziemlich immer der Mieter, der zahlen musste. Beim Immobilienverkauf zahlt aktuell, in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen, nur der Käufer eine Provision an den Makler. In den anderen Bundesländern teilen sich Verkäufer und Käufer meist die Provision zu 50%.

Ab Dezember 2020 ist es Bestandteil der Neuregelung der Maklerprovision, sodass die Teilung von 50% bundesweit ausweitet wird und nicht mehr nur der Käufer alleine die Provision zahlen muss.

Allerdings ist es, falls der Verkäufer den Makler beauftragt, auch die Auslegungssache des Verkäufers, ob er die Provision alleine bezahlt, oder ob der Käufer 50% der Maklerprovision übernehmen muss, wenn dieser die Immobilie kaufen möchte. Der Verkäufer muss dabei mindestens den gleichen Anteil an Gebühren zahlen, wie der Käufer.

Falls nun der Käufer den Makler mit einem Suchauftrag beauftragt, gilt auch das Bestellerprinzip und der Käufer trägt somit alleine die Provision, solange der Makler zu diesem Zeitpunkt das spätere Kaufobjekt nicht schon im Bestand hat. Hier vertritt der Makler nur den Käufer.

Grundsätzlich sieht das neue Gesetz also vor, dass der Makler einen Vertrag mit Verkäufer und Käufer abschließt, indem von vornherein eine Doppelprovision vereinbart worden ist. Hier ist der Makler dann für beide Parteien zuständig.

Zusätzlich gilt: Vereinbart der Makler mit einer Partei, z.B. dem Verkäufer, eine unentgeltliche Tätigkeit, kann er sich auch von der Gegenseite keine Maklergebühren versprechen lassen.

Beim Immobilienverkauf ist die Provisionshöhe frei vereinbar, das heißt, dass es hier noch keine gesetzlichen Vorgaben gibt.

Im Moment gilt noch diese Tabelle von: „immoverkauf24“ (inkl. 19% Mwst), wobei sich Eigentümer und Makler an die marktüblichen Regelungen im jeweiligen Bundesland hält:

Bundesland Maklerprovision gesamt Anteil Verkäufer Anteil Käufer
Baden-Württemberg 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Bayern 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Berlin 7,14 % 0 % 7,14 %
Brandenburg 7,14 % 0 % 7,14 %
Bremen 5,95 % 0 % 5,95 %
Hamburg 6,25 % 0 % 6,25 %
Hessen 5,95 % 0 % 5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 % 2,38 % 3,57 %
Niedersachsen¹ 7,14 % oder 4,76-5,95 % 3,57 % oder 0 % 3,57 % oder 4,76-5,95 %
Nordrhein-Westfalen² 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Rheinland-Pfalz³ 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Saarland 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen-Anhalt 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Schleswig-Holstein¹ 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Thüringen ⁴ 7,14 % 3,57 % 3,57 %

Die Höhe der Provision

darf, bei Vermietung, maximal 2 Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen, welche vom Auftraggeber des Maklers zu zahlen ist.

Bei der Vermietung ist die Provision so gut wie nicht verhandelbar, da sie meistens gerade so die Kosten des Maklers deckt.

Dass ein Käufer die Maklerprovision komplett umgehen kann, funktioniert in der Regel nicht. Solange der Makler nachweisen kann, dass er den Interessenten rechtswirksam vermittelt und somit auch zu der Vermietung oder dem Verkauf beigetragen hat, hat der Makler einen Anspruch auf seine Provision.

Die Zahlung der Provision

ist meistens mit Abschluss eines Miet- bzw. notariellen Kaufvertrags fällig. Dafür hat man in der Regel 7 – 14 Tage, nach Unterschrift des Vertrages, Zeit. Momentan wird mit Verkäufern oftmals die Sonderregelung getroffen, dass ihr Anteil erst nachdem sie ihren Anteil des Kaufpreises, für die Immobilie vom Käufer, bekommen haben, zu zahlen ist.

In Zukunft muss der Verkäufer, solange nur er einen Maklervertrag abgeschlossen hat, zuerst zahlen. Erst, wenn der Verkäufer seine Zahlung an den Makler nachgewiesen hat, muss der Käufer seinen Anteil an den Makler zahlen.

Wenn der Makler, die oben genannten Bedingungen, unter „Wann ein Immobilienmakler eine Provision verlangen kann“, nicht erfüllt, ist das Provisionsverlangen des Maklers unwirksam.

Kurzgefasst! Somit gelten für die Neuregelungen am 23. Dezember 2020 folgende Aspekte:

Mögliche Varianten zur Provisionszahlung: 
  1. Der Makler schließt einen Vertrag mit Verkäufer und Käufer ab und vereinbart eine Doppelprovision.
  2. Der Verkäufer schließt mit dem Makler einen Vertrag und verpflichtet sich zur vollen Provisionsübernahme. Diese teilen sich der Verkäufer und der Käufer, wenn der Käufer sich später im Kaufvertrag verpflichtet einen Teil zu übernehmen.
  3. Nur der Verkäufer zahlt die vollständige Maklerprovision.
  4. Nur der Käufer zahlt die vollständige Provision.

Verträge:

Die neuen Regelungen gelten nur für Verträge, die den Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäuser betreffen, bzw. immer dann, wenn der Käufer auch selber Verbraucher ist. Somit sind unbebaute Grundstücke und Mehrfamilienhäuser, sowie Immobilienkäufe von Unternehmern ausgenommen. Die Verbraucher, welche die Immobilie für die Selbstnutzung oder für den Vermögensaufbau erwerben, werden damit entlastet. Allerdings wurden Verbraucher, die ein Grundstück für den Eigenbau ihrer Wohnimmobilie erwerben, nicht berücksichtigt.

Maklerverträge:

Ein Maklervertrag bedarf künftig der Textform. Möglich ist somit eine Vereinbarung per Mail, Fax, SMS oder WhatsApp. Allein mündlich darf ein solcher Maklervertrag nicht mehr geschlossen werden.

Maklerprovision:

Vereinbaren Makler und Verkäufer eine provisionsfreie Tätigkeit, so darf der Makler sich seine Provision nicht vom Käufer holen.

Wer zuerst zahlen muss:

Allein wenn der Verkäufer einen Teil der Provision auf den Käufer abwälzt, muss der Verkäufer zuerst seinen Anteil zahlen und dies auch nachweisen. In allen anderen Fällen gilt keine Reihenfolge.

Höhe der Maklerprovision:

Eine Grenze der Maklerprovision beim Verkauf gibt es nicht, sie beruht auf der Verhandlungsbasis.

Was verändert sich in der Immobilienbranche durch Corona?

 

Corona in der Immobilienbranche
Corona in der Immobilienbranche

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Immobilienbranche

Seit März 2020 bestimmt das Corona-Virus das gesellschaftliche Leben in Deutschland und ein Ende ist (noch) nicht in Sicht. Auch im Berufsleben hat das Auswirkungen. Kurzarbeit und wirtschaftliche Einbußen auf der einen, neue strategische Ausrichtungen und Ideen zur Gestaltung der Zukunft auf der anderen Seite.

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Preisentwicklung

In vielen Städten und Regionen ist der Bedarf an Wohnraum höher als das vorhandene Immobilienangebot. Das hat sich durch die Corona-Krise nicht geändert. So werden Immobilienkäufe aktuell zwar verschoben, die Nachfrage aber wird bleiben. Negative Auswirkungen auf die Preisentwicklung sind bisher ausgeblieben und wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig so sein wird. So sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen seit Februar beispielsweise um 4,8 % gestiegen – und damit vergleichbar mit der Preissteigerung aus dem Vorjahr.

„Die Städte der Zukunft“

Der ZIA (Zentrale Immobilien Ausschuss) hat in seinem aktuellen Positionspapier „Quartiere der Zukunft“ an Politik und Kommunen dafür appelliert, bei der zukünftigen Planung und Städteentwicklung den Quartiersgedanken in den Vordergrund zu stellen. Das Prinzip „Wohnen am Rand, Arbeiten und Einkaufen im Zentrum“ sei nicht mehr aktuell. Vielmehr soll der Fokus darauf gelegt werden, Einzelhandel, Wohnen, Gastronomie und Büroräumlichkeiten in Quartieren zu bündeln. Das bedeutet konkret: Eine bessere Verbindung von Wohnen, Einkaufen und Arbeiten. Alle 18 Forderungen des ZIA , u.a. zur Bauakte und zur Energieeffizienz können hier nachgelesen werden:

https://www.zia-deutschland.de/fileadmin/Redaktion/Positionen/PDF/ZIA_Positionspapier_18_Punkte_Baubeschleunigung_Stand_25_03_2020.pdf

Weniger Büros, mehr Fläche

Wir gehen davon aus, dass vor allem in Städten Büroflächen der Corona-Krise zum Opfer fallen werden. Die aktuelle Situation hat den Trend zum Homeoffice verstärkt. Dieser Trend dürfte auch nach der Krise weiter anhalten. Dennoch gehört der Büroalltag keineswegs der Vergangenheit an. Der Mensch als soziales Wesen braucht den Austausch mit den Kollegen, darüber hinaus werden die Arbeitsinhalte, für die Kreativität gefordert ist, häufig in Teams bewältigt. Die Corona-Krise wird bei vielen Unternehmen aber möglicherweise zu einem Umdenken führen: Um zukünftig für Pandemien gewappnet zu sein, könnten Büroflächen erweitert werden, um Abstandsregeln zu ermöglichen. Hat sich die durchschnittliche Bürofläche pro Mitarbeiter in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert, führt die aktuelle Corona-Krise dazu, dass sich dieser Trend umkehrt. Moderne und großzügige Büros werden zum Argument, um Mitarbeiter zu binden und neue Fachkräfte anzuziehen.

Kauf und Verkauf von Immobilien im Zeichen der Digitalisierung

Einer aktuellen Umfrage des IVD (Immobilienverband Deutschland e.V.) zufolge wünschen sich 75 % aller Deutschen Wohneigentum. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Menschen aufgrund der Corona-Pandemie mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen und die Qualität des Wohneigentums eine höhere Bedeutung bekommen hat. Ebenso werden die Menschen zurückhaltender, was persönliche Beratungen oder Begehungen angeht. Umso wichtiger ist es heutzutage daher, mit einem guten Social Media-Auftritt zu punkten. Sie sollten genau wissen, wer ihre Zielgruppen sind (Käufer und Verkäufer) und wie Sie diese zielgerichtet ansprechen. Einfache und gut strukturierte Bedarfs- bzw. Beratungsstrecken auf Ihrer Homepage sowie virtuelle Besichtigungstools werden in Zukunft für Ihren Erfolg unvermeidbar sein. Hierzu geben wir Ihnen in unserem nächsten Blogbeitrag wichtige Infos und Hinweise. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Immobilienverwalter

Besprechung

Nichts ist beständiger als der Wandel – oder lebenslanges Lernen ist die Basis für beruflichen Erfolg. Wer kennt diese Zitate nicht? Sie sind aktueller denn je, vor allem in Bezug auf den Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Immobilienverwalter.

Das „Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler“ trat am 01.08.2018 in Kraft.Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler müssen seither regelmäßige Weiterbildungen absolvieren, und zwar 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Diese Fortbildungspflicht wurde anstelle des im ursprünglichen Gesetzentwurf vorgesehenen Sachkundenachweises eingeführt.

Mit der bevorstehenden WEG-Reform nach der parlamentarischen Sommerpause könnte sich das für Immobilienverwalter ändern. Die Einführung eines verpflichtenden Sachkundenachweises für Immobilienverwalter wird aktuell heiß diskutiert – auch innerhalb der Regierungskoalition. Die SPD ist für die Einführung, die CDU ist dagegen. Eindeutige Signale kommen auch aus der Immobilienwirtschaft. Der Immobilienverband Deutschland (IVD), der Bundesfachverband für Immobilienverwalter (BVI) sowie der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) fordern im Rahmen der anstehenden Novellierung des Wohnungseigentumsrechts die verpflichtende Einführung des Sachkundenachweises für Immobilienverwalter.

So bemängelt beispielsweise der IVD, dass einerseits das Ausüben eines Berufs in Deutschland streng reguliert sei, es andererseits für die Berufe des Immobilienmaklers und des Hausverwalters aber keinerlei gesetzliche Mindestanforderungen an Ausbildung und Sachkunde gibt. Der BVI argumentiert, dass Immobilienmakler und Immobilienverwalter in einem breiten Tätigkeitsfeld agieren, welches weitreichende kaufmännische, rechtliche und technische Kenntnisse voraussetzt. Diese Anforderungen seien nur mit einer Qualifizierung zu erreichen, die über einen Sachkundenachweis verbrieft sind. Der VDIV sieht in der Einführung des Sachkundenachweises vor allem auch die logische Fortsetzung des Verbraucherschutzgedankens. Jeder Verband hat also unterschiedliche, aber gut begründete Argumente für die Einführung des Sachkundenachweises. Die Forderungen des VDIV und elf weiterer Verbände, die schriftlich an den Bundestag übermittelt worden sind, können hier eingesehen werden:
https://vdiv.de/download/a28vm9sr6kd276vm74q68p6vdtk/2020-06-15%20Verb%C3%83%C2%A4ndebrief%20mit%20Unterschriften_gesichert.pdf

Fachliche Weiterbildungen

mit entsprechendem Qualifizierungsnachweis gehören in den meisten Berufen zum Standard bzw. werden zum Teil gesetzlich vorgeschrieben. Doch es gibt auch andere Gründe, die für die verpflichtende Einführung des Sachkundenachweises sprechen. So hat eine Umfrage von „wohnen im eigentum.die wohneigentümer e.V.“, ein Zusammenschluss von Erwerber/innen und Eigentümer/innen von Einfamilienhäusern und Wohnungen, die bereits im Jahr 2017 durchgeführt wurde, ein eindeutiges Bild abgegeben. An der Umfrage beteiligten sich seinerzeit 634 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet. 47% der Befragten gaben an, dass Schadenskosten u.a. dadurch entstanden sind, weil Jahresabrechnungen entweder fehlerhaft bzw. unvollständig waren oder erst gar nicht vorhanden waren. 43% bemängelten eine unvollständige Aktenführung. Infolge dessen war fast jede zweite WEG in den letzten zehn Jahren von einem oder mehreren Gerichtsverfahren betroffen. Ein Sachkundenachweis würde also nicht nur die Verbraucher, sondern auch den Immobilienmakler oder den Immobilienverwalter schützen, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. In einer immer schneller werdenden Welt mit zunehmender Digitalisierung und einer sich ständig ändernden Rechtslage würde ein Sachkundenachweis auch helfen, das erforderliche Wissen stetig „up to date“ zu halten.

Wir sind gespannt, welche Entscheidung schlussendlich getroffen wird. Neben der  aktuell bestehenden Fortbildungspflicht für alle Immobilienmakler, die sich für eine Gewerberechtliche Zulassung gemäß § 34c GewO beim Gewerbeamt registrieren oder diese erhalten möchten, wäre die Erlangung eines Sachkundenachweises ein weiterer Baustein, auf dem wir Sie gerne fachlich und kompetent begleiten würden.