Was verändert sich in der Immobilienbranche durch Corona?

 

Corona in der Immobilienbranche
Corona in der Immobilienbranche

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Immobilienbranche

Seit März 2020 bestimmt das Corona-Virus das gesellschaftliche Leben in Deutschland und ein Ende ist (noch) nicht in Sicht. Auch im Berufsleben hat das Auswirkungen. Kurzarbeit und wirtschaftliche Einbußen auf der einen, neue strategische Ausrichtungen und Ideen zur Gestaltung der Zukunft auf der anderen Seite.

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Preisentwicklung

In vielen Städten und Regionen ist der Bedarf an Wohnraum höher als das vorhandene Immobilienangebot. Das hat sich durch die Corona-Krise nicht geändert. So werden Immobilienkäufe aktuell zwar verschoben, die Nachfrage aber wird bleiben. Negative Auswirkungen auf die Preisentwicklung sind bisher ausgeblieben und wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig so sein wird. So sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen seit Februar beispielsweise um 4,8 % gestiegen – und damit vergleichbar mit der Preissteigerung aus dem Vorjahr.

„Die Städte der Zukunft“

Der ZIA (Zentrale Immobilien Ausschuss) hat in seinem aktuellen Positionspapier „Quartiere der Zukunft“ an Politik und Kommunen dafür appelliert, bei der zukünftigen Planung und Städteentwicklung den Quartiersgedanken in den Vordergrund zu stellen. Das Prinzip „Wohnen am Rand, Arbeiten und Einkaufen im Zentrum“ sei nicht mehr aktuell. Vielmehr soll der Fokus darauf gelegt werden, Einzelhandel, Wohnen, Gastronomie und Büroräumlichkeiten in Quartieren zu bündeln. Das bedeutet konkret: Eine bessere Verbindung von Wohnen, Einkaufen und Arbeiten. Alle 18 Forderungen des ZIA , u.a. zur Bauakte und zur Energieeffizienz können hier nachgelesen werden:

https://www.zia-deutschland.de/fileadmin/Redaktion/Positionen/PDF/ZIA_Positionspapier_18_Punkte_Baubeschleunigung_Stand_25_03_2020.pdf

Weniger Büros, mehr Fläche

Wir gehen davon aus, dass vor allem in Städten Büroflächen der Corona-Krise zum Opfer fallen werden. Die aktuelle Situation hat den Trend zum Homeoffice verstärkt. Dieser Trend dürfte auch nach der Krise weiter anhalten. Dennoch gehört der Büroalltag keineswegs der Vergangenheit an. Der Mensch als soziales Wesen braucht den Austausch mit den Kollegen, darüber hinaus werden die Arbeitsinhalte, für die Kreativität gefordert ist, häufig in Teams bewältigt. Die Corona-Krise wird bei vielen Unternehmen aber möglicherweise zu einem Umdenken führen: Um zukünftig für Pandemien gewappnet zu sein, könnten Büroflächen erweitert werden, um Abstandsregeln zu ermöglichen. Hat sich die durchschnittliche Bürofläche pro Mitarbeiter in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert, führt die aktuelle Corona-Krise dazu, dass sich dieser Trend umkehrt. Moderne und großzügige Büros werden zum Argument, um Mitarbeiter zu binden und neue Fachkräfte anzuziehen.

Kauf und Verkauf von Immobilien im Zeichen der Digitalisierung

Einer aktuellen Umfrage des IVD (Immobilienverband Deutschland e.V.) zufolge wünschen sich 75 % aller Deutschen Wohneigentum. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Menschen aufgrund der Corona-Pandemie mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen und die Qualität des Wohneigentums eine höhere Bedeutung bekommen hat. Ebenso werden die Menschen zurückhaltender, was persönliche Beratungen oder Begehungen angeht. Umso wichtiger ist es heutzutage daher, mit einem guten Social Media-Auftritt zu punkten. Sie sollten genau wissen, wer ihre Zielgruppen sind (Käufer und Verkäufer) und wie Sie diese zielgerichtet ansprechen. Einfache und gut strukturierte Bedarfs- bzw. Beratungsstrecken auf Ihrer Homepage sowie virtuelle Besichtigungstools werden in Zukunft für Ihren Erfolg unvermeidbar sein. Hierzu geben wir Ihnen in unserem nächsten Blogbeitrag wichtige Infos und Hinweise. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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